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Im Interview: AHO

20.10.2020

Die AHO-Gründer Alex & Jannis (re.) vor ihrer Wand aus DörrautomatenDas Interview führte Mika Wippel, Co-Gründerin von FairFox

 

Unsere Verkäufer im Portrait:

AHO.Bio - auf dem Weg zum nachhaltigsten Foodstartup Deutschlands

Das junge Startup aus Niedersachsen stellt in ihrer Manufaktur rohvegane Cracker aus fast 100% regionalen Bio-Zutaten her. AHO Cracker haben es sogar bis in Die Höhle der Löwen geschafft! 

Hier erfahrt ihr alles über die Entstehung und Mission von AHO:

Wer genau steckt denn hinter AHO?

Alexander Wies hat das Food Startup AHO Anfang 2020 gegründet. Zusammen mit seinem besten Freund Jannis Birth entdeckte er bereits vor 10 Jahren eine gesunde, vegane und nachhaltige Ernährung für sich. Nach dem Studium haben die besten Freunde gemeinsam fast 3 Jahre auf einer Vulkaninsel inmitten eines Süßwassersees in Lateinamerika gelebt. Dort lernten sie den „digitalen Nomaden“ Johann Schröder kennen, der seitdem nicht von ihrer Seite gewichen und heute der Grafikdesigner von AHO ist.

Wie kam es zur Gründung von AHO?

Als Jannis während seines Sportstudiums nach einer optimalen Ernährung gesucht hat, um sich als veganer Sportler perfekt mit Nährstoffen zu versorgen, ist er auf das Thema Microgardening und Sprossen aus Urgetreide gestoßen.
Während ihres Auslandsaufenthalts in Lateinamerika hat Jannis ein Fernstudium in Philosophie absolviert und ist dadurch auf Jahrtausende alte Texte aufmerksam geworden, in denen davon berichtet wurde, wie Urgetreide zubereitet wurde, bevor es Öfen und Mehl gab. In diesen alten Schriften wird berichtet, dass Urgetreide in Wasser eingeweicht wird, bis es zu Sprossen gewachsen ist, dann von Steinen zu einem Brei geformt wird und schließlich schonend in der Sonne auf heißen Steinen flach trocknen kann. Alex und Jannis haben dieses uralte Rezept schließlich nachgebaut und dünne Cracker gedörrt. Zurück in Deutschland wurde der ganze Prozess bis zur Marktreife optimiert, bis Anfang 2020 die AHO.BIO GmbH von Alex gegründet wurde. 

Warum ausgerechnet Cracker?

Die AHO Cracker sind für die Gründer ein richtiges Grundnahrungsmittel geworden. Auch ihre Freunde merkten schnell, dass sie von den roh-veganen Sprossencrackern das gleiche Sättigungsgefühl wie von Brot erhalten - ohne sich schwer zu fühlen. Die nährstoffreichen Urgetreidesprossen versorgen den Körper optimal mit Mikro- und Makronährstoffen.
Die Form des knackigen Flachbrotes ist über Jahrtausende das gewesen, was heute für uns Pizza, Nudeln und Brot sind: Ein alltägliches Grundnahrungsmittel. AHO will die Wertschätzung für vergessene Traditionen und ursprüngliche Nahrungsmittel wieder zum Leben erwecken. Deswegen starteten sie ihr Unternehmen mit ihrem Lieblingsprodukt „AHO Cracker“.

 

 

Die AHO Cracker aus regionalen Urdinkelsprossen werden ohne Mehl,  Zusatzstoffe oder andere Zusätze in Handarbeit hergestellt. Dank der schonenden Dörrung bei 42°C bleiben alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine erhalten.

Ob als Snack, Beilage oder als Brotersatz: probier die AHO Cracker einfach selbst aus! Jetzt auf FairFox entdecken!

 

Woher kommt die Begeisterung für das Thema Nachhaltigkeit?

Allen Köpfen hinter AHO ist eine zukunftsfähige und enkeltaugliche Lebensweise wichtig. Der Erhalt unserer wunderschönen Natur, der Schutz von Tieren, Pflanzen und letztlich auch uns Menschen ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Jannis und Alex waren bereits in einer Zeit vegan, als das Wort nur in Fachkreisen bekannt war. Durch die tiefe Naturerfahrung und das alltägliche Leben mitten in der Natur ist eine enge Beziehung zur Umwelt entstanden, die alle Mitarbeiter von AHO in ihrer wilden Schönheit beschützen möchten.
Jannis setzte sich auch in seiner Master-Abschlussarbeit in der Philosophie wissenschaftlich mit dem Thema der Natur- und Tierethik auseinander. AHO ist das praktische Outcome aus theoretischen Überlegungen über ein moralisch und ethisch korrektes Wirtschaften und vereint die idealistischen Werte des Unternehmens.

Was macht AHO eigentlich zum "nachhaltigsten Foodstartup Deutschlands"?

Bei AHO ist alles von vorne bis hinten wirklich Nachhaltig gedacht. Alles ist bio, vegan und plastikfrei. Für jede verkaufte Packung AHO wird über ein Hilfsprojekt in benachteiligten Regionen ein Baum gepflanzt. Die Verpackung ist kompostierbar, genau wie alle Verpackungsmaterialien.AHO verkauft lokale Superfoods aus deutscher Bio-Landwirtschaft von echten Kleinbauern.
Sie kennen ihre Landwirte persönlich, fahren zu ihnen auf den Hof, schauen sich die Felder an und arbeiten eng mit den Erzeugern zusammen. Für die AHO Cracker sind alle Hauptzutaten aus Deutschland: ihr Urgetreide „Oberkulmer Rotkorn“, die Sonnenblumenkerne, Leinsamen und selbst das Ursalz ist deutscher Herkunft. So spart AHO Transportwege und Emissionen.

Einerseits geht es uns darum, dass durch Superfoods die individuelle Gesundheit bereichert wird, aber auf kollektiver Ebene sollen durch unser Startup auch zukunftsfähige Wirtschaftskreisläufe aufgebaut werden. Chiasamen aus Peru sind gut für den Körper, aber in jedem Land gibt es Superfoods, dessen Wertschätzung und Coolness-Faktor einfach wieder erhöht werden müssen! Braune oder z.B. goldene Leinsamen stehen Chia in nichts nach. Aber im Supermarkt, bei Rossmann, DM oder selbst im kleinen Bioladen nebenan sind die Leinsamen immer aus China oder Kasachstan.
AHO will dieser ökologischen Fehlentwicklung eine reale Alternative entgegensetzen und bietet vegane, biologische, plastikfreie, lokale Superfoods aus deutschem Bio-Anbau an und obendrauf wird von der AHO-Community durch die Spenden ein riesig großer Wald gepflanzt. So verhindern wir nicht nur passiv die negativen Auswirkungen einer Wegwerfgesellschaft und vermeiden Plastik, vermeiden Pestizide oder vermeiden tierische Produkte. So geben wir auch aktiv dem Planeten etwas zurück und machen etwas für die kommenden Generationen: Wir pflanzen Bäume*. Nachhaltiger geht nicht.

*Am Abend der Ausstrahlung von ihrem Auftritt in Die Höhle der Löwen konnte AHO nach eigener Aussage mehr als 30.000 Bäume pflanzen!

Wie sehen AHOs Zukunftspläne aus?

In Zukunft wollen wir von AHO weitere lokale Superfoods herausbringen. Zum Beispiel ein Mehl aus Urdinkelsprossen, das die gleichen Backeigenschaften hat wie normales Mehl, aber eine Vielzahl der Nährstoffe aufweisen kann. Für nächstes Jahr ist unser Granola aus Sprossen geplant. 
Langfristig reden wir momentan mit den Bauern, die 50 Meter hinter der AHO.BIO GmbH die großflächigen Felder bewirtschaften. Dort werden momentan Futtermittel (Weizen, Mais etc.) für die Schweinemast angebaut. Die Schweine werden dann zum Teil zu Schlachthöfen gefahren und danach werden ihre verschiedenen Körperteile zum Teil in Deutschland verkauft, aber auch z.B. nach China exportiert. Das ist ökologischer Unsinn, aber knallharte Realität in Deutschland. Wir wollen das konkret ändern, sodass die Felder von nebenan die Menschen, die hier leben, versorgen können. Innerhalb der nächsten 3 Jahre kann der Betrieb komplett auf Bio umstellen und danach Hektarweise lokale Superfoods für AHO anbauen.

Der gesamtgesellschaftliche Wandel kann nur so voran getrieben werden. Wir brauchen nicht nur eine kleine Ökoblase von Konsumverweigerern, sondern wir brauchen Augenöffner für den Mainstream, so dass nachhaltiger Konsum wieder zur Normalität werden kann. 

 

 

Wollt ihr mehr über die außergewöhnlichen Produkte von AHO erfahren? Dann schaut im nachhaltigen Onlineshop von FairFox vorbei!

 

Die komplette AHO-Story im persönlichen Interview findest du hier.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

 

 

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